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Publication Date:March 15th, 2024
Reading Time:3 min
Sebastian NeefSebastian Neef

Was ist Server Side Tagging in Google Analytics 4?

Server Side Tagging meint, dass alle Messungen der Websiteinteraktion von Nutzer*innen auf einem Tracking-Server gesammelt werden. Von dort aus geben wir sie je nach Zustimmung der Nutzer*innen an Dienste wie Google Analytics oder Meta weiter.

Beim Server Side Tracking werden alle Website-Daten über eine Subdomain und einen dazu konfigurierten Server erhoben.

Ein Beispiel: Eine Nutzerin ruft deine Homepage auf. Diese Information landet zuerst auf dem Tracking Server. Wenn die Nutzerin ihre Zustimmung gegeben hat, geben wir die Information an Google Analytics weiter, um dort ihre User Experience auszuwerten.

Server Side Tagging oder Server Side Tracking?

In diesem Zusammenhang verwenden wir immer wieder die Ausdrücke “Server Side Tagging” und “Server Side Tracking”. Beide meinen dasselbe und werden in der Branche synonym verwendet. 

Was ist der Unterschied zwischen Server Side Tagging und Client Side Tagging?

Client Side Tagging ist die Tracking-Methode, mit der wir traditionell die Nutzungsdaten von Websiten erfassen. Beim client-seitigen Tagging werden Tracking Codes direkt im Browser des Nutzers ausgeführt. Wenn ein Nutzer mit einer Website interagiert, werden diese Daten an Google Analytics, Meta oder LinkedIn gesendet.

Das macht die Messung nutzerabhängig: Client-seitiges Tagging beruht auf dem Browser des Nutzers, um Tags auszuführen. Der Browser des Benutzers muss den JavaScript-Code unterstützen und ausführen. Diese Codes werden von immer mehr Browsern geblockt, was das Tracking auch dann unterdrückt, wenn ein Nutzer dem Consent Banner zugestimmt hat.

 

 

Warum sollte man Server Side Tagging mit Google Analytics 4 verwenden?

Immer mehr Browser unterdrücken Third-Party-Cookies, die wichtig für die Messung der Websitenutzung und Erfassung von Conversions über Drittanbieter sind (z. B. Meta Pixel oder LinkedIn Pixel). Bei unseren Kund*innen sehen wir, dass wir regelmäßig nur noch rund 10 % der Daten erhalten.

Beim Server Side Tracking werden alle Website-Daten über eine Subdomain und einen dazu konfigurierten Server erhoben. Daten werden also nicht mehr direkt an Google, Meta und Co. geschickt, sondern an eine eigene Instanz. Cookies werden durch die eigene Subdomain im First-Party Kontext gesetzt und werden so nicht durch Browser-Restriktionen geblockt.

Auf diese Weise können wir kontrollieren, welche Daten an die Dienstleister gesendet werden. Wenn die Nutzer*innen dem zustimmen, werden Daten erhoben, ohne dass die Browsereinstellungen das verhindern.

Darüber hinaus beschleunigt Server Side Tracking die Website durch einen einzigen Aufruf und erhöht die Datenqualität durch eine längere Cookie-Lebensdauer.

Ist Server Side Tagging datenschutzkonform?

Die Implementierung von serverseitigem Tagging allein reicht nicht aus, um das Tracking datenschutzkonform zu gestalten.  Allerdings kann serverseitiges Tracking eine Komponente einer DSGVO-konformen Analyseeinrichtung sein, wenn es entsprechend implementiert und konfiguriert wird.

Wir können das serverseitige Tracking DSGVO-konform gestalten, indem wir folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Datenminimierung und Zweckbeschränkung
  • Zustimmung des Nutzers/der Nutzerin
  • Anonymisierung und Pseudonymisierung
  • Massnahmen zur Datensicherheit
  • Data Processing Agreement (DPA) bei third-party-services
  • Documentation und Accountability

Server Side Tagging für Facebook

Mit Server Side Tagging können wir nicht nur Daten mit Webanalyse-Tools, sondern auch mit Meta oder LinkedIn teilen. Dadurch können wir mehr Conversions erfassen und die Kampagneneffektivität steigern. Außerdem können wir so noch bessere Retargeting-Audiences mit mehr Daten erstellen.